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Birkenwerder III

Karmel-Gemeinde Birkenwerder III Vom Brennenden Dornbusch

Unsere kleine Gemeinschaft besteht seit Oktober 02. Jede und jeder von uns hatte auf seinem Weg das Karmelitenkloster Birkenwerder entdeckt, an Exerzitien teilgenommen und gespürt, wie Kraft spendend und segensreich für den eigenen Alltag Zeiten der Stille sind. Von dem hier mit besonderer Klarheit benannten liebevoll väterlichen Gottesbild Jesu fühlten wir uns gerufen zum Inneren Beten, zur Freundschaft mit Gott. So fanden wir uns als Weggefährten.

Unsere Gruppe „Vom brennenden Dornbusch" trifft sich einmal monatlich im Gästehaus des Klosters sonntags von 14.00 bis 18.30 Uhr. Wir setzen uns mit der Spiritualität der großen Karmelheiligen auseinander und tauschen unsere persönlichen Gedanken und Erfahrungen dazu aus. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen, zu denen wir nach Antworten im Geist Jesu suchen. Sehr kostbar ist uns die gemeinsame Gebetszeit mit Liedern, Elementen der Vesper, Schweigen und freiem Gebet. Eingerahmt werden unsere Treffen vom gemeinsamen Kaffee trinken und Abendbrot.

Kontaktadressen:

Pater Reinhard Körner: über Kontaktformular

oder Verena Heine, Vorsitzende der Gemeinschaft: über Kontaktformular

Brennender Dornbusch

 

Die biblische Erzählung vom brennenden Dornbusch gehört zum Kernstück menschlicher Berufungsgeschichte: Gott ergreift die Initiative, indem er Moses beim Namen ruft. Mitten auf dem heiligen Boden seines alltäglichen Lebens spricht Er ihn an. Gott fordert ihn auf, seine Schuhe auszuziehen, alles abzulegen, was ihn abhält davon, ganz der zu sein, als der er gedacht ist. In seinem Namen „Ich bin der Ich bin da" äußert Er den Wunsch nach persönlicher Beziehung zu ihm und zu allen Menschen.

Jesus lässt diesen Gottesnamen wahr werden an sich. Diese Gegenwart, er nennt sie „Königreich Gottes", glüht in ihm wie in der Wüste der brennende Dornbusch. Wo Jesus ist, da ist auch Gott ganz nah. Auch die karmelitanische Spiritualität weiß: „Wenn der Mensch Gott sucht - viel mehr noch sucht Gott den Menschen." (Johannes vom Kreuz)

Wir sind bereit, uns vom Geist Jesu umgestalten zu lassen, um in Freude als Schauende, Hörende und Fühlende Gottes liebende Zuwendung in Tat und Wort zu verkünden an dem Platz, an den Er uns gestellt hat.

Erfahrungen einer Familiarin

Natürlich ist die Teresianische Karmel- Gemeinde nichts Besonderes. Ich bin eine Christin, die versucht, ihr Leben nach dem Evangelium auszurichten. Der geistliche Weg, den die Karmelheiligen vorzeichnen, ist für mich am verständlichsten, um mich in der Nachfolge Christi zu üben.

Das Wichtigste ist vor allem anderen die VERGEGENWÄRTIGUNG GOTTES für mich. Das bedeutet, zu versuchen, mir immer häufiger am Tag bewusst zu machen, dass Gott bei mir ist und mit Ihm zu sprechen. Es gelingt mir mal mehr, mal weniger gut und es hat mein Leben verändert. Mit Gott zu sprechen, wie mit einem Freund, gibt mir in jeder Situation ein verlässliches Gegenüber. Im Karmel nennen wir das INNERES BETEN.

Natürlich gehört auch das Hören auf Gottes Botschaft für mein Leben dazu. Dabei helfen mir sehr die karmelitanischen Exerzitien, die im Schweigen verlaufen und mich wie eine Kompassnadel wieder auf das Leben mit Gott ausrichten.

 
Weitere Erfahrungen

Die Teresianische Karmel-Gemeinschaft gibt mir Impulse und begleitet mich bei meinem Leben mit Gott. Sie unterstützt mich dabei, die Spiritualität des Karmel immer tiefer kennen und leben zu lernen. Was spricht mich an dieser Spiritualität so sehr an:

  • Das Leben in der Gegenwart Gottes
    Ich mache mir auch im Alltag immer wieder bewusst, dass Gott da ist.
  • Das Innere Beten
    Ich bringe alles, was mich bewegt vor Gott, und versuche auf seine leise Stimme zu hören.
  • Das Schweigen
    Zeiten des Schweigens und der Zurückgezogenheit sind für mich sehr wichtig geworden, um Gottes Botschaft tiefer wahrnehmen und verstehen zu können.
  • Das Gottvertrauen
    Jesus hat uns mit seinem Leben gezeigt, dass wir Gott grenzenlos vertrauen können, da er uns bedingungslos liebt. Aus diesem Gottvertrauen möchte ich leben und seine Botschaft weitergeben.